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Bezirkseinheitsübung Kokerei Hansa
Geschrieben von: Marco Griemmert   
Donnerstag, den 08. April 2010 um 18:25 Uhr
Am 06.03.2010 war es wieder soweit. Die jährliche Bezirkseinheitsübung der Bezirkseinheit 3, also eine Übung gemeinsam mit den Löschzügen aus Lütgendortmund (LZ19), Persebeck (LZ17) und Oespel-Kley (LZ18), stand auf dem Dienstplan. Der Kamerad Sven St. vom LZ 17 hat in mühsamer Kleinarbeit zusammen mit unserem Kameraden Enno Völkmann die Übung für diesen Samstag vorbereitet.

Das Übungsobjekt war die alte Kokereianlage Hansa in Huckarde. Wir haben uns um 12:00h auf dem Parkplatz an der Emscherallee getroffen. Der Sammelplatz diente gleichzeitig als Bereitstellungsraum. Da unsere Mannschaftsstärke an diesem Tag lediglich 1-1-7, 3 PA betrug, musste das spätere Vorgehen an der Einsatzstelle improvisiert werden. Nach vorherigen taktischen Einweisungen wurde unsere Löschgruppe dem 1. LF des Löschzug Persebeck unterstellt.

Der Einsatzbefehl der mobilen Leitstelle lautete wie folgt:
„Verpuffung in einem Hochhaus an der Kokereianlage in Huckarde.“

In dem Hochhaus waren früher Lehrlingswerkstätten untergebracht. Nach Eintreffen an der Hochhausanlage, sahen wir mehrere Personen an den Fenstern im 5. Obergeschoss. Insgesamt 8 Personen befanden sich im Gebäude, in dem es zu einer Verpuffung gekommen war. Zusammen mit den Kameraden des LZ 17 erkundeten GF und Melder das Gebäude um neben dem vorderen Zugang weitere Rettungswege zu erkunden. Sowohl Angriffstrupp als auch Wassertrupp des LZ 17 rüsteten sich mit PA aus und gingen zur Menschenrettung vor. Wir stellten den Sicherungstrupp und sorgten  für die Wasserversorgung. Da kein Hydrant in nächster Nähe war, entschieden wir uns, den nahe liegenden Löschteich anzuzapfen.

Aufgrund der Anzahl in Not geratener Personen, konnte unser Angriffstrupp nicht mehr als Sicherheitstrupp fungieren, sondern erhielt den Befehl, ebenfalls unter PA mit C-Rohr in das Gebäude zur Menschenrettung vorzugehen. Hier ergab sich das Problem, dass die Kameraden wegen des engen Treppenhauses und in Ermangelung weiterer Zugangswege nicht ausreichend mit Schlauchmaterial versorgt werden konnten.

Da dies nicht die einzige Schwachstelle bei der Abarbeitung dieser Einsatzübung war, war anschließend eine ausführliche Manöverkritik nötig.

Die Einheiten der anderen Löschzüge hatten ebenfalls fordernde Einsatzstellen abzuarbeiten. Zum einen hieß der Einsatzbefehl verdächtiger Rauch aus Keller. Tatsächlich qualmte es aus den Kellerfenstern des ehemaligen Kältehauses. Da das Objekt für die Einsatzkräfte völlig verraucht war, konnten die vorgehenden Trupps die Orientierung in unbekannten verrauchten Industrieobjekten und entsprechende Einsatztaktiken bestmöglich üben. Zum anderen galt es das Szenario eines Verkehrsunfalls mit drei Pkws abzuarbeiten. Bei der Rettung der verunfallten Personen war eine besondere Vorgehensweise nötig, da sich zwei Pkws überschlagen hatten.

Anschließend wurde in unserem Gerätehaus für alle Beteiligten eine von unserem Kameraden Dieter Mrotzek herrlich zubereitete Erbsensuppe ausgegeben. Vielen Dank an das Verpflegungsteam.

Wir haben mal wieder gesehen, dass es ohne Übung einfach nicht geht. Für alle Teilnehmer war dies eine super Gelegenheit unter realistischen Übungsbedingungen das erlernte Feuerwehrwissen in die Tat umzusetzen und natürlich die Kameradschaft der Löschzüge untereinander zu pflegen.


weiterführende Links:

Zeitungsartikel Rundschau